Ausgefallen, unkonventionell, extravagant -- vielleicht ist es diese Mischung, die mich lange überlegen und zögern ließ, wie denn der nachfolgende Artikel am besten zu gestalten seie.
Ein Raumschiff, Außerirdische, Neugierde, Xenophobie und Egoismus. Das sind die Zutaten für Peter Jacksons neuste Produktion: District 9.
Wie ersteres über Johannesburg auftaucht und vorallem warum, bleibt dem geneigten Zuschauer verborgen, nur die Tatsache der Existenz ist von Bedeutung. Genauso, wie die mit diesem Flugobjekt angekommen Außerirdischen, die nicht nur extrem gut animiert sind, sondern auch allzu menschlich erscheinen.
Doch einem harmonisches Zusammenleben zwischen den Neuankömmlingen und der irdischen Bevölkerung scheint einiges im Wege zu stehen.
Auf Film gebannt wurde das, was nicht dem Computer entsprungen ist, meist mit Handkameras, nur statische Aufnahmen von Befragungen wurden vom Stativ gefillmt. Ebendiese Szenen, die nach bestimtmen Schlüsselszenen eingeschoben werden, lassen, den Film wie eine Art Reportage wirken -- äußerst erfrischend für einen Film, der unterhalten soll.
Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die Wahl unbekannter Schauspieler, die besonders gut auf “Allerweltsmenschen” übertragbar sind und damit sehr authentisch wirken.
Neben einem soliden, oftmals dramatisch unterstreichendem Soundtrack, sind auch die Requisiten sehr gelungen, allen voran die futuristischen Waffen und Techniken der Aliens, die eine zentrale Rolle im Verhältnis zwischen Menschen und Nichtmenschnen einnehmen, denn der Forschungsdrang der human race ist es, der Feindseligkeiten produziert.
Doch die eigentliche Botschaft kommt gut verpackt, vorallem in der zweiten Hälfte des Streifens rüber. Dann nämlich wenn sich Protagonist und anfänglicher (augenscheinlicher) Gegner verbünden müssen, um die Hetzjagd der MNU, die mit ihrer Aufmachung stark an UNO Truppen erinnert (weiße Fahrzeuge & Waffen, blaue Ziviluniform [UIO]), zu überleben.
Hier zeigt sich dann auch das volle Maß von gegenseitigem Vertrauen, Egoismus, Freundschaft und vorallem der Grausamkeit der angeblich so zivilisierten, höchstentwickelsten Lebensform auf Erden.
Letztendlich sind es die Schlagworte, die obigen Text dominieren. Ganz wie die schnellen Schnitte und hektischen Szenen, die diesen Film formen, prägen, zu etwas interessantem machen.
Prädikat: gesellschaftlich wertvoll und ein sehenswertes Sci-Fi Werk.
Tags: computer, disctrict 9, handkamera, mnu, peter jackson, raumschiff, requisiten, review, sci-fi, ufo, uio, uno, xenophobie



Schöner Film! :thumbsup:
Diese Skulptur, die den Frieden der Völker symbolisieren sollte und mittlerweile zu einer runtergekommenen Graffitifläche degeneriert ist, ist nur eines der vielen sehenswerten Details des Films….mich hat der Film echt mitgerissen!
Jo, sehr detailverliebt an einigen Stellen.
Der hat mir auch sehr gut gefallen und das für ein LowBudget Film.. Besonders geil waren die Menschen in Tomatenketchup form
Muss ja nicht immer gleich Hundertmillionen kosten
“Menschen in Tomatenketchup form” ? Hab ich was verpasst