January 12, 2010 4

Umzug

By deLtadeep in blog

Nun ist es also endlich soweit. Dank Dominiks Gewinnspiel, bin ich nun stolzer Besitzer einer eigenen .de Domain, inkl. allem Pi-Pa-Po. Nun wird das Ganze also nicht nur schön werbefrei, sondern auch gänzlich erweitert. Denn fortan wird es nicht nur einen bLog von mir geben, sondern gleich 2.
Dabei wird der jetzige einfach gespiegelt und dann unter neuer Domain fortgeführt, aber auch ein komplett neues Werk wird geschaffen.

Dieses wunderbare, jetzige Exemplar geistigen Striptease wird demnächst unter blog.deltadeep.de zu finden sein. Äußerlich wird sich wohl nichts, bzw. nicht allzu viel ändern. Hier leg ich wert auf Kontinuität, hoffe aber auf eine sugsessive Steigerung meiner Leserschaft. ;-)

Der zweite bLog, soll etwas ganz Besonderes werden. Erste Pläne hatte ich bereits vor einiger Zeit veröffentlich, nun werden sie endlich umgesetzt. Dabei soll dieser bLog etwas einzigartiges darstellen, was genau, dass weiß ich selbst noch nicht so genau, allerdings sei schonmal so viel vorweg verraten:

  • seltene Updates
  • besonderer Content

Realisiert wird das komplette Unternehmen dann mit Wordpress µ. – Mal sehen, wie gut dies Werk der Automatic Schmiede ist und ob es für meine Zwecke taugt.

Als letzten und abschließenden Teil, steht nun auch eine kurze Seite mit allen Links zu irgendwelchen Social-Networkseiten meiner Wenigkeit zur Verfügung.
Der Link dahin wird about.deltadeep.de lauten – eine kleine, recht unspektakuläre Angelegenheit, die aber auf einen Blick alles aufzeigen wird. Welches Theme und wie und was und warum genau, müsst Ihr dann schon selbst sehen.

Ich werd nun erstmal dies Unterfangen in die Wege leiten. Glückauf, Petri Heil, und was es sonst noch so für tolle Wünsche gibt.

Noch einen Song, um den Abend ausklingen zu lassen: Silversun Pickups – Sort Of

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January 9, 2010 1

Daisy also?!

By deLtadeep in alltag

Eingangs die Frage, welche Person, oder welches Kommitee, sich diesen Namen für ein Tief ausgedacht hat? Als erstes dachte ich, als ich in der twittersphäre davon las, man spreche von der Daisy aus den Disney Comics – ihr wisst schon, diese Ente.
Mein zweiter Gedanke ging, aus welchen Beweggründen auch immer, in Richtung Mooshammers Köter.
Vielleicht nicht die beste Nachrichten- und Namenspolitik. Aber egal, dies sei nur am Rande erwähnt, mittlerweile dürfte jeder wissen, dass jenes weiße Wetter draußen vor unseren Stuben und Haustüren, diesen Namen trägt.

Allerdings war das mediale Unwetter sehr viel stärker, psychologisch extremer und auch sonst irgendwie angsteinflößender. Vergleiche zur Schweinegrippe liegen nahe und die Frage sei an dieser Stelle erlaubt, ob die Medien von einer Wintermediengrippe mit Haluzinationen geplagt werden.
Wenn man sich die Wetterberichte der letzten Tage anschaut (aber wer macht das schon, selbst die Tageszeitung von gestern ist aktueller, als der gestrige Wetterbericht), wird man feststellen, welche Angst die Metereologen unserer Nachrichtensender verbreitet hatten. Von mehreren zehn Centimeter Schnee war die Rede (vereinzelt sogar von fast einem Meter), heute scheint dies eher Schnee von gestern zu sein, ist doch auch das befürchtete Verkehrschaos, zumindest in meiner Region bis jetzt (12.57h) ausgeblieben. Selbst Busse und Bahnen verkehren pünktlich – wann kann die DB das schon mal von sich behaupten?
Was lässt sich aus diesen Ereignissen ablesen? – Außer, dass es erstens anders kommt und zweitens als man denkt?

Nun, zum einen sicherlich die Fehleranfälligkeit des Wetterberichts, bzw. überhaupt eine Wetteranalyse vorzunehmen. Selbst modernster Technik ist es nicht möglich alle, aber wirklich alle, winzig kleinen Faktoren, die das Wetter beeinflussen, mit einzubeziehen (vorrausgesetzt, sie sind bereits bekannt). Die “Butterfly” Theorie lässt grüßen.
Zum anderen zeigt es aber auch ganz deutlich, in welcher Verfassung sich die Gesellschaft und vorallendingen die Medien befinden.
Wenn selbst in dem sonst so ansprechend seriösen, meinungsvielfälltigen, ZDF heuteJournal das Hauptthema das drohende Unwetter ist, fragt man sich, ob das Sommerloch mittlerweile ungekannte Ausmaße angenommen hat und nicht vielleicht besser in ein Alljahres-Nachrichtentief umbenannt werden sollte.

Die Frage nach der Medienkompetenz muss neu gestellt werden. Wer besitzt sie noch, wer darf noch als seriös gelten – ist es überhaupt noch seriös, über das Wetter zu berichten, oder lieber solche, sogenannten “Unwetter” ersteinmal ganz unter den Tisch fallen zu lassen (höchstenst eine Warnung in den extra Wetternachrichten sei erlaubt)?!
Eine Antwort steht mir sicherlich nicht zu, aber es sei jedem gestattet, sich seinen Teil dazu zu denken – Gemäß dem Marquis von Posa:”Gebt Gedankenfreiheit, Sire!”

Aber natürlich ist heute wettertechnisch nicht alles schlecht. So hat der Schnee auch seine schönen Seiten, allerdings nur in Verbindung mit der richtigen Temperatur. Denn dann taugt ebendieser nicht nur zum Formen und Werfen, sondern das gefrorene H2O bietet auch eine hervorragende Unterlage, um über den ortlichen Weiher im Hiroshima-Nagasaki-Park zu flanieren.
Richtig schön wäre es, eben jene Momente dann für alle Ewigkeiten auf Polaroid, oder zumindest digital zu greifen. Bedauerlicherweise musste ich aus Platzgründen heute meinen digitalen Photonenfänger zu Hause lassen, sodass nur Überlieferungen an die Nachwelt, zumindest von meiner Wenigkeit, bleiben.

Aber es ist, auch als audience of one, sehr erfüllend die Paare beim spazieren stapfen durch den Schnee zu beobachten, oder den Eltern mit den, erquickt auf Schlitten durch die Gegend rodelnden, Kindern zuzusehen und sich an vergangene Jahre zu erinnern. – Kind müsste man nochmal sein und sich von Papa auf dem Schlitten ziehen lassen dürfen.
Neben dem fallenden und vom Wind durchwirbelten Schnee, ist auch die Durchfahrt von Zügen an den “dörflicheren” Haltestellen eine reine Augenweide, wird doch jenes kristaline Lebenswässerchen durch die kinetische Energie des Zuges in seiner Bewegungsrichtung zufällig beeinflusst und unheimlich schön durch die Luft gewirbelt.
Winter hat eben doch eine ganz besondere, künstlerische Ästhetik.

In diesem Sinne fröhliches Schneeschippen, Schneeballschlachten schlagen, Schneemänner bauen, Schneeflocken fotografieren, Schlitten fahren, Salz streuen!

Song für die Nacht: Audioslave – I am the highway

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January 6, 2010 2

Ode an die Bahnfahrt

By deLtadeep in alltag

Seit nunmehr 4 Monaten pendel ich nun zwischen Köln und meinen beschaulichen Dörfchen Kaff mit der Bahn und es ist immerwieder faszinierend, den Menschen zuzuhören. Dabei ist es nichtmal ein wissentliches, bzw. wollendes Verhalten, sondern eher ein ungezwungendes nicht Weghören im Affekt. Dabei schnappt man irgend ein besonderes Wort auf, welches bestimmte Glocken in den Nervenwindungen unserers Kopfes anspricht und zack! – man ist auf eine Person, zumindest akustisch, fixiert.
Was man dabei jedoch zu Gehör bekommt, wirkt nicht einem homo sapiens entsprugen. Nicht weil eine etwaige Thematik gänzlich abwegig ist, sondern vermehrt grammatikalisch oder syntaktisch falsche, linguistische Formulierungen in den Hörkanal der Mitmenschen dringt.

Dabei sind die Kernthemen der Konversationen, welche äußerst beliebt über eine portable Freisprecheinheit produziert werden, meist Dinge über die persönliche Liebessituation und das dazugehörige Liebesleben, die neusten Einkäufe und Errungenschaften, Krankheiten und die alltäglichen Wehwehchen oder auch sehr häufig präsent: das Internet.
Man mag es den Leuten verzeien, dass es einen gravierenden Unterschied macht, ob man vom Internet oder nur vom WWW spricht; linguistisch hat sich das “Internet” als Synonym für den Funktionsumfang des WWW und der Email Kommunikation durchgesetzt.

Wenn diese Menschen also vom Internet als solches, artikulierte Windgeräusche in die Sprechmuschel ihres Mobielfunkapparates posaunen, meinen sie eigentlich nur den Funktionsumfang des http (meist inklusive ftp / udp), für den Normalsterblichen: das Surfen!
Wenn dann allerdings Formulierungen fallen wie: “Mein Internet geht seit gestern Mittag nicht mehr.” Sollten sich jedem halbwegs gescheiten Menschen die sprachlichen Gedärme umdrehen.
Erstens besitzt nämlich keiner das Internet, sonder es ist ein Produkt seiner selbst, will heißen, es konstruiert sich aus den vorhandenen, untereinander vernetzten Systemen. Jeder Heimcomputer bildet damit einen kleinen Teil des Netzwerkes ab, ob nun gewollt, z.B. durch einen eigenen Server, oder ungewolllt einfach durchs Surfen (vgl. IP).
Zweitens, und das ist der eigentlich entscheidene Punkt, ist, dass diese Menschen eigentlich nur sagen wollen, das ihre ach so schnelle DSL Verbindung mal wieder streikt und sie sich nicht beim Provider ihres Vertrauens einwählen1 können. Denn das Internet, welches ja, wie oben bereits dargelegt wurde nicht einem alleine gehört, kann nunmal faktisch nicht kaputt sein!
Ende aus Micky Maus!

q.e.d.

Dies ist schon der zweite Beitrag heute, der auf einer Zugfahrt entsteht. Ich sollte nur noch Zug fahren; ein mehr als produktiver Zeitvertreib.

  1. neudeutsch: einloggen []

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